Brandschutz Fachwerkhaus

Soll ein Fachwerkhaus instand gesetzt werden, so muss sich der Eigentümer auch mit den Maßnahmen für den Brandschutz auseinander setzen, denn Holz ist brennbar. Trotzdem können Holzbauteile bei einem Brand noch als gut eingestuft werden, wenn auch gegenteilige Behauptungen immer wieder getroffen werden.

Speziell für Holzhäuser, die vor Jahrzehnten gebaut wurden und nicht den heutigen Brandschutzanforderungen entsprechen, wurde das WTA-Merkblatt 8-12-04/D „Brandschutz bei Fachwerkgebäuden“ heraus gebracht.

Oftmals sollen alte Fachwerkbauten so umgestaltet werden, dass sie nicht mehr ihrer ursprünglichen Nutzung entsprechen und hierbei soll das Merkblatt Taktiken aufzeigen, die der Entscheidungsfindung helfen.

Brandschutztechnische Maßnahmen im Fachwerkhaus

Im Merkblatt werden in Bezug auf den Feuerwiderstand Wände in zwei Gruppen unterteilt, sie werden nach DIN 4102 in F 30-B in klassifizierte Wände und nach DIN 4102 in nicht klassifizierte Wände unterschieden. Um einen möglichst hohen Brandschutz in einem Fachwerkhaus zu erhalten, sollten bei Sanierungsarbeiten konstruktive und bauliche Maßnahmen durchgeführt werden.

Dabei können die Wände mit Feuerschutz-, Bau- oder Gipskartonplatten verkleidet werden. Werden diese Bekleidungen gewählt, so können wesentlich höhere Brandschutzklassifizierungen bis zu etwa „F 90 BA“ erzielt werden. Jedoch haben sich diese feuerfesten Materialien in der Praxis nicht als sehr gut erwiesen, da die Flammen nicht immer so gut abgelöscht werden konnten, wie es der Fall bei offen liegendem Holz ist.

Eine Verbesserung des Brandverhaltens von Vollholz hingegen kann mit zugelassenen Anstrichsystemen erreicht werden, wie die speziellen Schaumschutzanstriche. Diese haben eine Klassifikation bis B1 nach DIN 4102-1 und werden als schwer entflammbar eingestuft.

Risiken und Gefahren bei fehlendem Brandschutz

Auch die Risiken und Gefahren bei einem fehlenden oder unzureichenden Brandschutz sollten nicht außen vor gelassen werden. An erster Stelle steht dabei natürlich das Leben der Bewohner, doch genauso kann bei einem Brand die komplette Einrichtung unbrauchbar werden. Im schlimmsten Fall kann sogar der Abriss des Fachwerkhauses drohen.