Lasur für Holzfenster

Holzfenster benötigen hin und wieder einen neuen Anstrich. Wer dabei die Maserung des Holzes und dessen natürliche Optik beibehalten will, setzt nicht auf Lacke, sondern auf Lasuren. Doch hier ist zu unterscheiden, zwischen der Dünn- und der Dickschichtlasur, sowie der lösemittelhaltigen und lösemittelfreien Lasur.

Lösemittelhaltige Lasuren sind leichter zu verarbeiten

Wenn ein Holzfenster neu lasiert werden soll, sollten alte Farbreste zunächst abgeschliffen werden, insbesondere an den Wetterseiten. Es sollte stets eine Lasur aufgetragen werden, die der vorhergehenden entspricht. Ist dies unklar, hilft nur ein Probeanstrich, am besten zunächst mit einer lösemittelhaltigen Lasur. Wenn bei diesem Probeanstrich weder Blasen, noch Ablösungen auftreten, dann wurde auch zuvor eine lösemittelhaltige Lasur verwendet und die Arbeit kann weiter gehen.

In allen anderen Fällen werden lösemittelfreie Lasuren, meist auf Basis von Acryl, eingesetzt, um das Fenster neu zu lasieren.

Dickschichtlasur oder Dünnschichtlasur?

Vielfach werden die Dünnschichtlasuren bevorzugt, bei denen es sich meist um lösemittelhaltige Lasuren handelt. Diese weisen einen geringeren Gehalt an Bindemitteln auf, als es bei Dickschichtlasuren der Fall ist. Deshalb lassen sie sich einfacher verarbeiten.

Die Dünnschichtlasur dringt sehr tief in das Holz ein. Der größte Nachteil hierbei ist aber, dass das Holz auch nach dem Lasieren noch Feuchtigkeit aufnehmen kann. Deshalb sind Dünnschichtlasuren für Holzfenster, die maßhaltige Bauteile darstellen, in der Regel weniger geeignet.

Bei den Dickschichtlasuren hat man ebenfalls die Wahl zwischen den Acryl-Lasuren und den Alkydhard-Lasuren. Letztere sind lösemittelhaltig, erstere sind wasserhaltig. Die Dickschichtlasuren müssen gleichmäßig aufgetragen werden.

Sie bilden einen Film auf den Holzfenstern, wodurch vermieden wird, dass sie Feuchtigkeit aufnehmen können. Im Laufe der Zeit blättern Dickschichtlasuren jedoch ab und werden spröde. Deshalb ist eine neuerliche Lasur nach etwa zwei bis drei Jahren erforderlich.