Holzboden versiegeln

Ein alter Holzboden ist nicht nur schön anzusehen, sondern steigert auch den Wert der Wohnung. Dennoch muss er mitunter restauriert werden. Hierbei soll eine neue Versiegelung erfolgen, doch bevor es daran geht, muss der Holzboden geschliffen werden.

Das Schleifen des Holzbodens

Für das richtige Schleifen des Holzbodens ist es nötig, zunächst einige Vorbereitungen zu treffen. So müssen die Sockelleisten entfernt werden, idealerweise mit einem kleinen Meißel. Damit die Wand nicht beschädigt wird, ist es sinnvoll, Holzkeile einzusetzen. Weiterhin benötigt man Leim, um kleinere gelöste Holzteilchen wieder festzukleben. Außerdem müssen eventuell vorstehende Nagelköpfe fachgerecht versenkt werden, damit sie das Schleifpapier nicht beschädigen oder es zum Funkenschlag kommen kann.

Nach einer nochmaligen, gründlichen Reinigung geht es dann an das Schleifen. Hierfür ist die Schleifrichtung entscheidend, die vom Parkett abhängt:

  • Mosaikparkett: diagonal zum Faserverlauf schleifen
  • Stabparkett: im Winkel von 7 bis 15 Grad schleifen, Feinschliff in Faserrichtung
  • Dielenboden: parallel zum Dielenverlauf schleifen

Versiegeln und Ölen von Holzböden

Nachdem der Boden richtig abgeschliffen wurde, muss er noch versiegelt werden. Hierfür kommt in der Regel Lack zum Einsatz. Dieser muss sehr zügig von einer zur anderen Wand aufgetragen werden. Wer beim letzten Pinselstrich den Pinsel absetzt, riskiert die Bildung leichter Verdickungen. Diese lassen sich aber in der Regel unter der Fußleiste mühelos verbergen.

Nach der Versiegelung folgt das Ölen des Bodens. Hierfür sollte zunächst ausgetestet werden, ob das Öl klebrig ist, am besten an einem Restholz. Ist das nicht der Fall, kann mit dem Ölen begonnen werden. Auch für das Wachsen des Holzbodens kann man sich bei der Aufbereitung entscheiden. Hier sollte jedoch eine Vorbehandlung mittels Klarwachs erfolgen.