Deckenbalken restaurieren

Deckenbalken aus Holz sind hübsch anzusehen und verleihen einer Kirche ein rustikales Ambiente. Aber leider sind sie auch in heiligen Hallen dem natürlichen Verfall ausgesetzt. Dies macht die Deckenbalken nicht nur unansehnlich, sondern kann sich zu einer echten Gesundheitsgefahr entwickeln. Eine Restauration der Deckenbalken ist deshalb im Laufe der Zeit unumgänglich.

Beachtenswerte Hinweise zur Deckenbalken Restauration in einer Kirche

Bereits die Restauration von Deckenbalken in einem gewöhnlichen Gebäude ist keine einfache Aufgabe. Ist nun jedoch eine Kirche involviert, so ergeben sich weitere Herausforderungen, denen man gewachsen sein muss.

  1. Deckenbalken in Kirchen sind höhenbedingt schwer erreichbar. Bei der Wahl des Steigelements muss unbedingt auf Sicherheit geachtet werden.
  2. Lange Jahre Lebensdauer und Feuchtigkeitseinbruch lassen die Deckenbalken mitunter stark morsch und nicht mehr tragfähig werden. Deshalb ist eine Stabilitätsüberprüfung erforderlich.
  3. Kalte Temperaturen und Feuchtigkeit in Kirchen fördern den Pilzbefall der Deckenbalken. Eine entsprechende Überprüfung, Behandlung oder gegebenenfalls ein Austausch ist obligatorisch.
  4. Kälte und Feuchtigkeit führen dazu, dass pures Ölen des Holzes nicht ausreicht. Stattdessen muss ein Holzschutzmittel sowie eine imprägnierende Lasur zur Anwendung kommen.

Deckenbalken einer Kirche restaurieren

Mit der Restauration der Deckenbalken einer Kirche übernimmt man eine verantwortungsvolle Aufgabe, die nicht einfach zu bewältigen ist. Umso bedeutsamer ist es, sich an einen bestimmten Verfahrensablauf zu halten.

  1. Inspektion sämtlicher Deckenbalken auf Fäulnis, Pilzbefall und Stabilität
  2. Gegebenenfalls Behandlung mit Fungiziden
  3. Austausch instabiler, übermäßig pilzbefallener und verfaulter Deckenbalken
  4. Entfernung der alten Schutzlasur unter Zuhilfenahme einer Bohrmaschine mit Drahtbürstenaufsatz
  5. Je nach gewünschter Struktur Feinschliff mit einem feinkörnigen Schleifgerät
  6. Erneute Stabilitätsinspektion mit Überprüfung und Nachjustierung der Verschraubungen und gegebenenfalls Ersatz defekter Metallverbindungen
  7. Behandlung mit einem Holzschutzmittel als vorbeugende Maßnahme gegen Pilzbefall und Feuchtigkeitseindringen
  8. Zweimaliges Auftragen einer stark imprägnierenden Holzlasur