Gips für Stuckausbesserungen

In Altbauwohnungen ist Stuck ein sehr schöner Schmuck an Wänden und Decken, doch auch daran nagt der Zahn der Zeit und oftmals haben Sanierungsarbeiten ihre Spuren hinterlassen. Häufig müssen Risse gefüllt und Farbschichten abgetragen werden, damit der Stuck wieder zu einer Zierde wird. Die Restaurierung von Stuck ist auch abhängig vom eigenen individuellen optischen Anspruch.

Provisorisch sollte der Stuck nicht ausgebessert werden, denn nur allzu schnell bilden sich neue Risse. Bei altem Stuck muss zunächst überprüft werden, aus welchen Materialien dieser ursprünglich angefertigt wurde. Er kann aus Gips oder Kalk hergestellt sein. Ebenso ist wichtig ob der Stuck dem Denkmalschutz unterliegt, sollte das nicht der Fall sein, kann selbst Hand angelegt werden.

Risse am Stuck mit gleichem Material auffüllen

Sind Risse am Stuck entstanden, wie sie bei Erschütterungen auftreten können, dann sollten diese mit artgleichem Material aufgefüllt werden. Dafür muss der Riss noch etwas aufgeweitet werden. In die Risse darf auf gar keinen Fall Bauschaum gespritzt oder andere Kunststoffe zum Auffüllen eingesetzt werden. Denn hier besteht die Gefahr, dass keine Verbindung der Materialien zustande kommt und es in absehbarer Zeit zu einer neuen Rissbildung kommt.

Zwei Arten von Gips

Für Ausbesserungen am Stuck eignen sich zwei Arten von Gips, das sind zum Einen der so genannte Stuckgips und zum Anderen Modellgips. Der Stuckgips eignet sich ideal zum Ausbessern von Stuck. Er ist nur für den Innenbereich geeignet und kann nur bedingt zum Spachteln verwendet werden. Mit einer Härtezeit von zehn bis 30 Minuten ist er nicht zu schnell trocknend, so dass hier noch einige Ausbesserungen im Nachhinein vorgenommen werden können.

Aber auch der Modellgips kann zur Ausbesserung von Stuck verwendet werden. Mit diesem Gips können Stuckarbeiten formgetreu nachgebildet werden. Seine Härtezeit beträgt zwischen drei und 15 Minuten, so dass hier Nachbesserungen zügig vorgenommen werden sollten.