Farben für Wandmalereien

Bei den Farben für Wandmalerei werden heute unterschiedliche Ausführungen im Fachhandel angeboten. Die Auswahl der Farben sollte jedoch stets nach der Technik der Wandmalerei ausgewählt werden, damit auch ein perfektes Ergebnis erzielt wird. Hierbei wird in drei unterschiedliche Maltechniken unterschieden, welche die

  • al Fresco-Ausführung,
  • al Secco-Ausführung und
  • die Anfertigung im Atelier

sind.

Farben für die al Fresco-Ausführung

Die al Fresco-Ausführung wird auch als Frischmalerei bezeichnet, denn hier werden auf einen frischen Putz die Farben aufgetragen. Dabei entsteht eine chemische Reaktion und die Farben verkieseln sich sozusagen mit dem Putz und es entsteht eine unlösliche Verbindung mit dem Untergrund.

Bei dieser Maltechnik werden Farben mit Pigmenten verwendet, die jedoch noch mit wenig Wasser in einem Mörser ganz feingerieben werden müssen und zwar solange bis sie keine Körnigkeit mehr aufweisen und aussehen wie eine Creme, die ganz flüssig ist. So kann man sich selbst die Farben für eine zu restaurierende Wandmalerei herstellen.

Zur Wiederherstellung einer alten Wandmalerei wird meistens die Kalk-Secco Technik verwendet, da der Putz trocken ist. Dabei kommt ein halber Teil gelöschter Kalk auf einen Teil Pigment und wird wie eben beschrieben angerührt. Bei dieser Technik wird eine hohe Haltbarkeit gewährleistet.

Farben für die al Secco-Ausführung und Anfertigung im Atelier

Bei der al Secco-Ausführung handelt es sich um eine Trockenmalerei, denn hier werden die Farben auf das bereits getrocknete Mauerwerk und nicht auf den frischen feuchten Kalkputz aufgetragen. Hierbei entsteht nicht so eine feste Verbindung der Farben mit der Wand, wie es beim Fresco der Fall ist. Dementsprechend ist auch die Haltbarkeit nicht so hoch.

Meistens werden heute hierfür wasserlösliche Acrylfarben genutzt. Ebenso finden Mineralfarben ihre Verwendung bei dieser Maltechnik. Für die Anfertigung im Atelier kommen vor allen Dingen die Acryl-, Tempera- und Ölfarben zum Einsatz.