Wandmalerei Firnis oder Dispersion

Ein Gemälde zu restaurieren ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben im Bereich der Restauration. Begründet ist dies in der überaus hohen Empfindlichkeit der Malereien und hier muss bedacht und sensibel vorgegangen werden. Ebenso ist dabei ein hohes Maß an Kenntnissen der Materialien erforderlich und man sollte bereits einige Erfahrungen besitzen.

Drei grundsätzliche Elemente der Gemälde

Jedes Gemälde besteht aus drei grundsätzlichen Elementen, das sind zum Einen der Bildträger und die Malschicht sowie die eigentliche Malerei und zum Anderen der schützende Firnis. Dabei setzt sich die Malschicht nochmals aus drei wesentlichen Elementen zusammen, die die Vorleimung, die Grundierung und die Imprimitur umfasst. Die Malschicht ist eine besonders dünne Schicht und zudem noch sehr sensibel. Das Gleiche gilt auch für Firnis. Sie umgibt das Wandgemälde mit einer schützenden Schicht, damit sie den Einflüssen der Umwelt standhalten können.

Wandmalerei restaurieren

Bevor eine alte Wandmalerei restauriert werden kann, muss zunächst die oberste Schicht näher untersucht werden. Bei den alten Wandgemälden wurden früher oftmals Harzlösungen oder Leinölfirnis aufgetragen, ebenso wie Wasserfirnisse. Viele der alten Bilder sind in mehreren Schichten aufgebaut, dadurch saugt die untere Schicht größtenteils das Bindemittel der oberen Malschicht auf, wodurch eine Mattigkeit entsteht. Hierbei wurde dann noch ein Zwischenfirnis aufgetragen, damit die Farbe wieder besser sichtbar wurde.

Zum Schluss kommt dann noch eine weitere Schicht Firnis auf das Bild, welches die oberste Schicht bildet. Diese muss zunächst abgetragen und ein neuer Firnis aufgetragen werden. Damit ist die Wandmalerei einerseits vor den Umwelteinflüssen geschützt und andererseits wird somit für eine einheitliche Glanzwirkung gesorgt. Ein guter Firnis bietet die optimale Konservierung und gleichzeitig die volle Farbentfaltung. Dabei sollte er hochtransparent sein und auch nicht zum Vergilben neigen.