Löcher stopfen

Besonders ärgerlich sind Löcher an historischer Kleidung, doch muss diese nicht gleich entsorgt werden. Die verschiedensten Umstände können für die Löcher verantwortlich sein. Zunächst sollte der Schaden überprüft werden und um welches Material es sich handelt. Verschiedene Techniken können bei den unterschiedlichen Geweben angewendet werden. Dementsprechend sind die Arbeitsmaterialien zu wählen, so werden

  • Flicken zum Aufnähen,
  • Schmuckapplikation,
  • Stoffstück,
  • Nähnadel,
  • Stopfnadel,
  • Stecknadeln,
  • Schere,
  • Stopfwolle,
  • Nähgarn und
  • Bügeleisen

benötigt.

Größere Löcher mit Stoffstück flicken

Bei einem etwas größeren Loch ist ein Stoffstück zu empfehlen, hier kann im Fachhandel ein fertiger Flicken gewählt werden, der möglichst dem originalen Stoff ähnelt. Aber auch ein sehr unauffälliger Stoff kann zur Not verwendet werden. Von Vorteil ist natürlich, wenn das Loch an einer Stelle ist, die etwas verdeckt ist. Sollte das nicht der Fall sein, so kann ebenfalls eine schmückende Applikation oder Posamente weiter helfen, die aufgenäht werden können.

Ist das passende Stoffstück gefunden, muss es auf die richtige Größe zugeschnitten werden, ausgenommen sind hier Schmuckapplikationen. Über den Lochrand hinaus sollte der Flicken mindestens einen Zentimeter reichen. Bei einem ungesäumten Stoff sollte noch eine Nahtzugabe von einem Zentimeter eingerechnet werden. Damit die Kante nicht ausfransen kann, wird der Stoffrand eines ungesäumten Stoffes eingeschlagen.

Mit einigen Heftstichen wird der Stoff nun fixiert. Mit dem Saum nach innen wird jetzt der Flicken auf die Oberseite der Kleidung gelegt und mit Stecknadeln befestigt. Mit kleinen Stichen wird dann das Stoffstück aufgenäht, dabei ist unbedingt auf die richtige Spannung zu achten, da sich ansonsten das Gewebe verzieht. Damit der Flicken flach aufliegen kann, wird zum Schluss die Stelle gebügelt.

Kleinere Löcher stopfen

Bei sehr kleinen Löchern kann aus dem Saum des historischen Kleidungsstücks oder der Nahtzugabe ein Stück Stoff entnommen und aufgenäht werden. Ebenso kann ein kleines Loch zusammengefasst werden. Von der linken Seite wird beim unversehrten Gewebe begonnen und das Loch mit kleinen Stichen zugenäht. Damit das Loch nicht wieder aufreißen kann, sollte der Rand einen halben Zentimeter betragen. Dadurch entsteht ein kleiner Wulst, der flach gebügelt wird.