Silber löten

Löten gehört mit zu den ältesten Verbindungstechniken der Menschheit und die ersten Nachweise reichen dabei bis um 5000 v. Chr. zurück. Schon damals wurden Kupfer, Gold und Silber mit Löten zu Schmuck- oder Kultgegenständen verbunden. Bis heute hat sich diese Verbindungstechnik wesentlich weiter entwickelt und grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Lötarten. Das sind zum Einen das Weichlöten und zum Anderen das Hartlöten. Für das Löten von Silber eignet sich am besten das Hartlöten.

Das Hartlöten von Silber

Die Hartlote setzen sich meistens aus einer Legierung aus Silber, Nickel, Zink, Kupfer und Cadmium zusammen. Allerdings wird heute aus Gründen des Umweltschutzes und der Gesundheit versucht, Cadmium und Nickel durch andere Metalle auszutauschen. Zwischen 500 und 1.000 Grad Celsius liegen bei den Hartloten die Schmelzpunkte. Beim Löten mit diesem Verfahren kommen gasbetriebene Lötpistolen zum Einsatz.

Die Hartlötungen weisen oftmals eine höhere Festigkeit auf, als das der Fall beim Lötgut ist. An der zu lötenden Naht muss das Silber unbedingt fettfrei und natürlich sauber sein. Dafür können die zu lötenden Stellen gefeilt, geschabt oder geschmirgelt werden, übrigens ist der Fachbegriff dafür „Frischen“.

Des Weiteren wird hierbei noch ein so genanntes Flussmittel auf die Lötfuge aufgetragen, wie beispielsweise Fluoron, Borax, Lötpaste und Co. Einerseits werden somit Schmutz und Oxide von der Lötstelle genommen und andererseits werden dadurch die Fließeigenschaften vom Hartlot verbessert. Verbindungen aus Hartlot lassen sich natürlich auch wieder lösen, dafür muss lediglich das gelötete Teil erneut über den Schmelzpunkt des Lots erwärmt werden.

Tipps und Tricks beim Löten

Vor dem Löten sollte das Werkstück entspannen, falls es im Vorfeld durch Treiben oder Biegen verformt wurde. Das wird mit einem kurzen Ausglühen erreicht, wird das nicht gemacht, so kann sich beim Löten das zu bearbeitende Stück entspannen und die Folge wäre, dass der Lotspalt aufklafft.

Ganz dicht müssen die zu lötenden Werkstücke aneinander gedrängt werden, denn mit dem Lot können keine Hohlräume, Spalten oder ähnliches gefüllt werden. Das Lot und die Werkstücke müssen stets gefrischt werden, das heißt, sie müssen metallisch blank sein.