Gemälden doublieren

Beim Doublieren geht es darum, den eigentlichen Bildträger, also beispielsweise die Leinwand oder Papier, mit einem anderen Material zu unterlegen. Dieses wird von hinten mit dem Original verklebt. Als Materialien kommen dafür unter anderem elastische und textile Materialien zum Einsatz.

Ziele des Doublierens

Vorwiegend wird das Doublieren heute bei der Restauration von alten Gemälden eingesetzt. Das Ziel ist es, dass die Zerstörung des Gemäldes verhindert wird. Insbesondere dann, wenn der bisherige Bildträger nicht mehr in der Lage ist, die Farbschichten zu stabilisieren, empfiehlt sich die Doublierung.

Das Doublieren darf dabei keinesfalls mit dem Renotilieren verwechselt werden. Hierbei wird die Malschicht auf einen anderen Bildträger übertragen, was vor allem dann sinnvoll ist, wenn der ursprüngliche Bildträger durch Pilzbefall oder Fäulnis ersetzt werden muss.

Wie doubliert man ein Gemälde?

Zunächst ist das Gemälde zu säubern, anschließend muss man sich für ein passendes Material entscheiden, was in der Regel Papier oder Leinwand sein dürfte. Anschließend wird das Gemälde mit der Leinwand verklebt. Es ist darauf zu achten, dass hierbei keine Blasen entstehen. Meist wird dies durch Zuführung von Wärme, etwa mittels eines Haartrockners möglich.

Nach dem Kleben muss das Gemälde in einer Presse einer Druckbehandlung unterzogen werden, damit sich neues und altes Material optimal miteinander verbinden können.

Aufgrund der benötigten Presse, sowie der Gefahr, beim Doublieren wertvoller Gemälde einen Fehler zu machen, sollte diese Aufgabe immer einem erfahrenen Restaurator übertragen werden. Er hat sowohl die richtigen Mittel und Werkzeuge, als auch die Fachkenntnis, um das Gemälde zu doublieren, ohne es dabei zu beschädigen.