Mikrostrahlverfahren

Ein Mikrostrahlverfahren kann beispielsweise bei der Steinkunst zum Einsatz kommen. Allerdings muss vor der Anwendung zunächst das Gestein bestimmt werden und das bedeutet, dass erst einmal eine Herkunftsbestimmung und eine petrographische Bestimmung erfolgen müssen. Anschließend müssen die physikalischen und hygrischen Eigenschaften des Gesteins bestimmt werden.

Dazu zählen unter anderen die hygrische Dehnung, der Wasserdampfdiffusionswiderstand, die Messung des Bohrwiderstands und die kapillare Wasseraufnahme nach Karsten. Ebenso müssen die bauschädlichen Salze ermittelt werden, wie sie qualitativ und quantitativ beschaffen sind.

Weiterhin muss der Mörtel analysiert werden, wobei dessen Zusammensetzung und Eigenschaften, wie Putz, Fugenmörtel und ergänzende Massen untersucht werden. Auch auf ein Klimagutachten sollte nicht verzichtet werden, das Kondenswasseranfälle und eine Langzeit-Klimamessung beinhaltet.

Steine konservieren und restaurieren

Voraussetzungen für die Konservierung und Restaurierung sind, dass substanzschonende Materialien und Techniken eingesetzt werden, damit die Steine nicht auf Dauer geschädigt werden. Die Reinigung sollte unbedingt schonend und den Verschmutzungen entsprechend sowie dem Untergrund angepasst sein.

Hierbei kann dann das Mikrostrahlverfahren seine Verwendung finden. Dabei handelt es sich um eine abrasiv-mechanische Reinigungsmethode. Es werden dabei verschiedene Reinigungsmittel mit einem Mikrofeinstrahl auf den Stein aufgetragen.

Das Mikrostrahlverfahren

Eingesetzt wird das Mikrostrahlverfahren in der Steinkunst vor allen Dingen bei sehr kleinflächigen Oberflächen, aber auch bei äußerst kleinteiligen Bauteilen, die überaus empfindlich sind. Ergänzend zu anderen Reinigungsgeräten für die Fassade werden mit dem Mikrostrahl und einem Mikrodampfstrahlgerät die Steine gereinigt.

Damit können dann partiell Auflagerungen von Schmutz und Beschichtungen abgetragen werden und die Steine erstrahlen wieder im neuen Glanz. Allerdings sollte man diese Arbeit einem Fachmann überlassen, der über die entsprechenden Geräte verfügt und die Voruntersuchungen vornehmen kann.