Uhrengehäuse reparieren

Ohne das entsprechende Werkzeug kann kein Uhrengehäuse repariert werden, dazu gehören unter anderem Öffner für das Gehäuse und Federstegbestecke. Bei der Reparatur einer Uhr ist die Fixierung besonders wichtig und hierbei kann keinesfalls ein Schraubstock weiter helfen. Denn dadurch können Beschädigungen an den Oberflächen des Uhrengehäuses entstehen. Soll ein Uhrengehäuse selbst repariert werden, so werden dafür

  • Gehäusehalter,
  • Gehäuseöffner,
  • Federstegbesteck,
  • Stiftaustreiber,
  • Schraubendreher und
  • Pinzette

benötigt. Bei kleineren Uhren ist ein Gehäusehalter sinnvoll, damit kann die Uhr optimal fixiert werden und man kann mit beiden Händen arbeiten. Mit dem Gehäuseöffner kann das Gehäuse leicht geöffnet werden. Kleine Federstege lassen sich mit dem Federstegbesteck entnehmen und zum Entfernen von Stiften ist der Stiftaustreiber hilfreich.

Von Vorteil ist auch ein antistatischer Uhrmacherpinsel, damit das Uhrwerk gleich mit gereinigt werden kann. Insbesondere bei antiken Uhren ist oftmals das Gehäuse beschädigt, da sie nicht genügend Pflege im Laufe der Jahre erhalten haben.

Uhrengehäuse richtig behandeln

Ist das Uhrengehäuse mit Schelllack versehen, so ist es nicht immer zwingend notwendig, diesen zu entfernen und wenn, dann nur mit den entsprechenden Mitteln, wobei der Schelllack angelöst wird. Der Profi wird bemüht sein, den Lack aufzufrischen.

Mit einer neuen Politur, die auf die gereinigte Fläche aufgebracht wird, wird sich der alte Lack verbinden. Lediglich für verschnörkelte Teile oder sehr kleine Flächen wird Streichschelllack verwendet. Allerdings sollte man hierbei bedenken, dass in diesem Lack Spiritus enthalten ist, wodurch der alte Lack angelöst wird.

Defekte Stellen im Uhrengehäuse ausbessern

Oftmals weist der Ausschnitt über dem Ziffernblatt Risse auf, die unsichtbar verschlossen werden sollten. Bei antiken Uhren muss spezielles Material verwendet werden, die handelsübliche Holzpaste ist dafür ungeeignet, denn sie nimmt keine Beize an.

Fehlende Zierteile müssen durch neue ersetzt werden, allerdings müssen diese an die alten Teile angepasst werden. Wurmlöcher werden am besten mit Wachsstangen verschlossen, die vorher verflüssigt wurden.