Krakelieren

Beim Krakelieren werden Haarrisse erzeugt, wie sie bei vielen antiken Möbeln zu sehen sind. Diese Haarrisse, wie sie bei gealterten Lacken entstehen, werden mit Reißlack nachgeahmt. Damit kann eine schöne alte Optik entstehen und noch relativ junge Möbelstücke sehen aus, als ob sie schon vor Jahrzehnten hergestellt wurden.

Diese Technik eignet sich vor allen Dingen für Möbelstücke oder kleine Flächen. Bevor man ein Möbel beginnt mit dieser Technik zu bearbeiten, sollte man sie an einem Stück übrigen Holzes ausprobieren. Beim Krakelieren sollte der Grundlack möglichst eine glatte Oberfläche besitzen.

Materialien zum Krakelieren

Für das Krakelieren werden verschiedene Materialien benötigt, so kommen hier

  • Vorstreichfarbe,
  • Lackfarbe, am besten Öllack,
  • Pinsel,
  • Reißlack,
  • Wachs, alternativ Künstlerölfarbe,
  • Terpentinersatz und
  • ein weiches Tuch

zum Einsatz. Diese Materialien werden Schritt für Schritt auf dem zu behandelnden Möbelstück aufgebracht.

Krakelieren – So geht’s

Mit Terpentinersatz wird zunächst die Oberfläche gereinigt und dann wird der Grundlack aufgetragen. Ist der Grundlack angetrocknet, wird der Reißlack reichlich aufgebracht, wobei er nicht verstrichen werden, sondern verlaufen sollte. Die typischen Muster entstehen dann beim Trocknen. Ist alles durchgetrocknet, können die Risse mit einer Kontrastfarbe behandelt werden, das kann ein gefärbtes Wachs, Farbpigmente oder Ölfarbe sein.

Dieses wird dann auf der Fläche gut verrieben und somit werden gleichzeitig die Risse gefüllt. Damit lässt sich der Effekt der Haarrisse noch verstärken und das behandelte Möbelstück sieht schön alt aus, als ob es schon seit Jahren in Gebrauch ist. Ist dann alles gut getrocknet, wird nun noch die Oberfläche mit einem weichen Tuch schön poliert.