Löcher und Risse reparieren

Bevor Löcher und Risse in Polstern repariert werden können, muss zunächst der Bezugsstoff betrachtet werden. Handelt es sich um ein Lederpolster, kommen andere Mittel zum Einsatz, als es der Fall bei Stoffpolsterungen ist.

Ebenfalls müssen im Vorfeld die Beschädigungen dahingehend näher betrachtet werden, in welchem Ausmaß sie vorhanden sind. Bei zu großen Rissen oder Löchern im Polster kann man keine Reparatur vornehmen. Besonders antike Polstermöbel zu restaurieren, stellt für den Laien eine schier unlösbare Aufgabe dar. Traut er sich diese nicht zu, dann sollte er die Arbeit einem Fachmann übergeben.

Lederpolster – Löcher und Risse reparieren

Viele antike Möbel sind mit einer Lederpolsterung ausgestattet, sollten hier kleinere Beschädigungen entstanden sein, können diese mit einem Flüssigleder behandelt werden. Damit lassen sich problemlos kleine Löcher und Risse auffüllen. Stehen kleine Risse nicht unter Spannung, dann sollten sie provisorisch mit einem Lederkleber Stoß auf Stoß verklebt werden.

Stehen Risse allerdings unter Spannung, dann sollte ein dünner Stoff hinter den Riss geklebt werden. Anschließend wird das Flüssigleder in die beschädigte Stelle gefüllt und mit einem Spachtel gleichmäßig verteilt. Die behandelte Stelle muss nun für ein bis zwei Stunden trocknen. Sollte das Ergebnis noch nicht zufriedenstellend sein, sollte der Vorgang wiederholt werden und zwar solange, bis die behandelte Stelle gefüllt und glatt ist.

Stoffpolster reparieren

Auch Stoffpolster können repariert werden, handelt es sich hierbei um ein kleines Loch, so können kleine Fasern an den Stoffüberständen entnommen werden. Hierfür werden eine

  • Nagelschere,
  • Pinzette und
  • Klebstoff

benötigt. Rund um das Loch werden die eventuell ausgefransten Stoffschlingen mit einer Nagelschere vorsichtig abgeschnitten. Das Loch sollte nun mit dem Klebstoff gefüllt werden und nach einer Trocknungszeit von ungefähr 20 bis 30 Minuten wird nochmals etwas Klebstoff in die zu behandelnde Stelle gefüllt, der wiederum etwa zehn Minuten trocknen sollte.

Die abgeschnittenen Fasern von den Stoffüberständen werden nun mit der Pinzette in das mit Klebstoff gefüllte Loch gedrückt, dabei sollte auf den Schlingenverlauf geachtet werden. Die Fasern müssen fest angedrückt werden.