Stuhlbeine nachbauen

Bei antiken Stühlen ist es leider manchmal erforderlich, dass einzelne Teile nachgebaut werden müssen, am häufigsten sind das die Stuhlbeine. Oftmals ist das Holz von Holzwürmern befallen, so dass es ausgetauscht werden muss oder man hat ein gutes altes Stück auf dem Dachboden entdeckt, bei dem die Stuhlbeine einfach fehlen.

Materialien und Werkzeuge

Zunächst sollte das Material bestimmt werden, das für die Stuhlbeine verwendet werden soll. Dabei sollte die gleiche Holzart gewählt werden, aus der die Sitzfläche, Rücken- und eventuell Seitenlehnen bestehen. Handelt es sich beispielsweise um einen Eichenstuhl, dann sollten als Material und Werkzeuge

  • Vierkanthölzer aus Eichenholz,
  • Schraubzwingen,
  • Drechselbank und
  • Holzleim

zur Verfügung stehen. Sollen fehlende Stühle nachgebaut werden, dann sollten unbedingt das richtige Holz und das entsprechende Werkzeug vorhanden sein.

Fehlende Stuhlbeine nachbauen – So geht’s

Bewährt haben sich als nachgebaute Stuhlbeine Vierkanthölzer mit den Maßen von fünf mal fünf mal 60 Zentimetern. Oftmals müssen auch in die Sitzfläche die Löcher für die Stuhlbeine nachgefräst werden. Auf einer Drechselbank werden nun die Stuhlbeine entsprechend dem Stuhl abgedrechselt.

Die Beine sollten dabei rund geschliffen werden, so dass der Durchmesser dem Stuhl entspricht. Häufig waren die alten Stuhlbeine noch mit Ausfräsungen versehen, die möglichst genauso an den neuen eingearbeitet werden. Nur so kann ein antiker Stuhl wieder in seinem ursprünglichen Aussehen nachgestaltet werden.

In die nachgefrästen Löcher der Sitzfläche wird nun Holzleim gegeben und die Stuhlbeine hinein gesteckt. Damit die Stuhlbeine mit der Sitzfläche fest verbunden werden, ist es erforderlich, dass mit vier großen Schraubzwingen die Beine mit der Sitzfläche fixiert werden. Nach ein paar Stunden ist der Holzleim getrocknet und die Schraubzwingen können abgenommen werden. Überschüssiger Holzleim wird entfernt und der antike Stuhl ist gebrauchsfertig.