Blechschäden ausbeulen

Sehr ärgerlich sind Beulen in der Karosserie eines Fahrzeugs und vor allen Dingen bei Oldtimern, haben sie doch im unbeschädigten Zustand einen hohen Wert. Doch auch solche Blechschäden an den alten Karosserien lassen sich wieder beheben. Dafür werden einige Werkzeuge benötigt, wie ein

  • Schlichthammer, alternativ ein Flachhammer und
  • ein Fäustling.

Oftmals werden beim Ausbeulen grobe Fehler begangen, die vermieden werden können.

Blechschäden ausbeulen

Der Fäustling sollte sich keinesfalls flach unter dem Hammer befinden. Der Hammer sollte leicht versetzt werden zu der Stelle, auf die er auftrifft, damit der Schaden ausgebeult werden kann. Ganz leicht wird neben dem Fäustling der Schlag angesetzt, damit die Beule geglättet werden kann.

Dabei kommen die physikalischen Gesetze zum Einsatz, denn da, wo das Blech vom Schlag nach unten getrieben wird, entsteht eine Spannung und wirkt der Kraft des Fäustlings entgegen. Dabei spannt sich das Blech und zieht sich wieder in eine gleichmäßige Form.

Blechschäden mit Spotter ausbeulen

Auch mit dem so genannten Spotter können Blechschäden ausgebeult werden, hierbei kommt das Prinzip des Punkt-Schweißens zum Einsatz. Dabei werden mit der Karosserie spezielle Anker mit Hilfe von Hochspannung verschweißt. Zuvor wird die Karosserie jedoch blank geschliffen, um den Kontakt mit dem Anker zu gewährleisten. Eine Erdung wird an der Karosserie befestigt und der Anker wird nun an der blanken Karosserie mit dem Spotter befestigt.

Eine punktuelle Bearbeitung ist bei kleineren Blechschäden ausreichend, dabei wird auf die vertiefte Stelle die Spitze des Spotters angesetzt, die nun auf Spannung gesetzt wird. Sobald eine Verbindung zwischen der Karosserie und dem Punktanker hergestellt ist, zieht man den Schlaghammer nach hinten.

Die Stelle wird durch die Wucht des Schlages ausgebeult und von der Karosserie löst sich der Anker. Dieser Vorgang kann durchaus mehrmals wiederholt werden, bis der Blechschaden gleichmäßig behoben ist.