Polster reparieren

Insbesondere die Reparatur von Autopolstern bei Oldtimern benötigt viel Fingerspitzengefühl und einige Erfahrungswerte in der Autosattlerei. In den Oldtimern wurden die Sitze mit Federkern ausgestattet und kommen diese in die Jahre, so weisen sie auch einige Verschleißerscheinungen auf, die den Sitzkomfort erheblich beeinträchtigen können.

Eine solche Reparatur ist mit viel Aufwand verbunden, wofür einige Zeit eingeplant werden muss. Diese Arbeiten sollte man einem erfahrenen Sattler überlassen, der die ausgebauten Sitze überarbeiten und, falls erforderlich, mit neuem Federkern ausstatten kann. Etwas einfacher hingegen gestaltet sich die Reparatur bei Rissen.

Materialien und Werkzeuge

Einige Materialien und Werkzeuge werden für die Reparatur von Autopolstern benötigt, das sind:

  • Flüssigkunststoff
  • Ersatzstoff
  • Blech
  • Kreppband
  • kleine Bohrmaschine mit Topfbürste
  • feines Schleifpapier

Risse im Polster reparieren

Mit einem Flüssigkunststoff können kleinere Risse und Schnitte repariert werden, ohne dass ein Flicken eingesetzt werden muss. Sollten die Risse und Schnitte jedoch größer sein, so muss ein geeignetes Ersatzstück ausgewählt werden. Diese Ersatzstücke sind hinter oder unter den Sitzen oder hinter den Verkleidungen zu finden, wobei es sich um Materialüberstände handelt.

Anschließend wird ein passendes Stück Blech angefertigt, welches man hinter die beschädigte Stelle klemmt. Mit dem Blechstück kann leichter ausgeschnitten werden und gleichzeitig verhindert es, dass der flüssige Kunststoff in den Sitz gelangt.

Nun muss der Riss noch passend ausgeschnitten werden und das Ersatzstück wird eingepasst, dabei sollte der Spalt zwei bis drei Millimeter betragen. Das zu reparierende Polster sollte vorher in die Waagerechte gebracht werden, damit der Flüssigkunststoff perfekt verlaufen kann.

Mit einem Kreppband aus Papier wird das Ersatzstück halbseitig fixiert. Jetzt kann der Flüssigkunststoff aufgetragen werden. Das Kreppband wird nach etwa zwei Stunden entfernt und mit dem Flüssigkunststoff wird jetzt die andere Hälfte verschweißt.

Sobald alles ausgehärtet ist, kann die Stelle mit der kleinen Bohrmaschine mit Topfbürste und feinem Schleifpapier nachbearbeitet werden.